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StartUP NORD° OST°-Gründertage, Prämierung UNIQUE+ 2019

30.10.2019 – In der ersten Novemberwoche zündet das Veranstaltungsfeuerwerk der StartUP NORD° OST°-Gründertage und der NØRD in Stralsund und Greifswald. Gründen, Wachsen, Werden – die Gründertage bieten wieder Information, Impulse und Netzwerkmöglichkeiten für die Gründerszene im Land und besonders für die Region Vorpommern.

05.11.209, 17.00 – 21.00 Uhr
Universitätsmedizin Greifswald, Institut für Anatomie und Zellbiologie
Hörsaal Anatomie, Friedrich-Loeffler-Str. 23c, 17489 Greifswald

Mut°Macher
Gründergeist und Unternehmertum entwickeln sich nicht zuletzt aus inspirierenden Vorbildern, die mitreißen, und ideelen Mentoren, die so manche Frage beantworten, so manchen Zweifel ausräumen können. Auf den StartUP NORD° OST°-Gründertagen geben wir solchen Personen einfach mal das Mikro in die Hand und die Bühne frei.

      • Katharina Riedel, Pro-Rektorin, Universität Greifswald
        Begrüßung
      • Sven Parkel, CEO, Tartu Science Park
        Startup-System Estonia
      • Jens Rothstein, CFO Cheplapharm
        Auf dem Weg zum Pharma – Unicorn
      • Prof. Nicole Endlich, Universitätsmedizin Greifswald
        NIPOKA – PEMP your Kidney … vom Lehrstuhl zum Start-Up

Gut°Macher
Präsentation und Prämierung der erfolgreichen Bewerber des UNIQUE+ Businessplanwettbewerbs 2019

Besonders in diesem Jahr: Unmittelbar an die Gründertage schließt sich die NØRD, der erste landesweite Digitalisierungskongress des Landes an mit Veranstaltungen in Greifswald aber auch an weiteren Orten in Mecklenburg-Vorpommern. Infromationen unter: https://www.digitalesmv.de/news/save-date-nord-digitalkongress-des-landes-mv

Text: Janek Wiederänders

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Plant³ – Bioökonomie für den Strukturwandel in der Region Vorpommern

Die wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Nutzung der großen Land-, Moor- und Meerflächen im östlichen Landesteil Mecklenburg-Vorpommerns birgt ein beträchtliches Wertschöpfungspotenzial, das bislang unzureichend genutzt wird. So stellen Hülsenfrüchte (Leguminosen), wie beispielsweise die blaue Süßlupine, in der Landwirtschaft eine wertvolle Eiweißquelle für die Weiterverarbeitung in der Ernährungswirtschaft dar. Schilf und Rohrkolben aus wiedervernässten Mooren liefern Fasern für neue Bau- und Dämmstoffe. Hochwertige Spezialzucker aus Meeresalgen, die unter anderem in Pharmazeutika oder Kosmetika eingesetzt werden, können zukünftig eine zusätzliche Einkommensquelle für Fischer sein.

Der Wissensstandort Greifswald mit der Forschungsexpertise der Universität Greifswald, den Gründerzentren der WITENO GmbH und hochinnovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wie der Enzymicals AG bildet gemeinsam mit dem Wirtschaftsstandort Anklam und der dort angesiedelten Zuckerfabrik, der Anklam Extrakt GmbH und der Continental AG einen Kristallisationskeim für Bioökonomie. „Die Ablösung einer auf fossilen Ressourcen basierenden Wirtschaft durch die Nutzung biobasierter Ressourcen und biologischer Prozesse bietet für unsere Region eine historische Chance, immense Wertschöpfung vor Ort zu erzielen und nicht weiter landwirtschaftliche Rohstoffe zu exportieren und die verlängerte Werkbank für andere Regionen zu sein“, sagt Dr. Stefan Seiberling von der Universität Greifswald, der das erfolgreiche Antragskonsortium aus über 60 Unternehmen, Verbänden, Landwirten, öffentlichen Verwaltungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen koordinierte.

„Die Initiative hat jetzt schon eine sehr gute Dynamik entfaltet, wie ich sie in Vorpommern noch nicht erlebt habe“, erklärt Rolf Kammann als Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern. „Der partizipative Ansatz, die Einbeziehung aller Akteure von Fischern und Landwirten, die die wertvollen Rohstoffe liefern bis hin zum Biotechnologieunternehmen, das daraus Inhaltsstoffe extrahiert, die wiederum in der Lebensmittelindustrie, der Bau-, Energie oder Textilbranche im Land Verwendung finden, ist unser Schlüsselbeitrag zum Strukturwandel im östlichen Mecklenburg-Vorpommern.“

Kern des offenen Innovationsnetzwerkes ist ein Innovationsmanagement, das mit Unterstützung aller Akteure den Bedarf in der Region erhebt, Projektideen entwickelt und bei der Verwertung unterstützt. Flankiert wird das Innovationsmanagement durch ein sogenanntes Plant³-Treibhaus, das als Inkubator und Beschleuniger für innovative Vorhaben Kernelement der Zusammenarbeit und der Schaffung von Innovationsfähigkeit ist. „Wir entwickeln neue Instrumente, um die Ideen aufkeimen zu lassen und daraus konkurrenzfähige Unternehmensgründungen zu ziehen, die zukünftig das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie mit Leben füllen“, so Dr. Wolfgang Blank, Geschäftsführer der WITENO GmbH.

Eine Denkfabrik (Think Tank) wird die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten wissenschaftlich begleiten und aus der wissenschaftlichen Analyse heraus Impulse für die strategische Weiterentwicklung liefern. „Bioökonomie ist eine große Chance gerade für unseren strukturschwachen ländlichen Raum“, betont Prof. Daniel Schiller als Sprecher des Plant³-Verbundes. „Es gilt, auf betrieblicher und regionaler Ebene Erfolgsfaktoren und Barrieren innovativer Produkte und Prozesse zu untersuchen, und dadurch die Innovationsfähigkeit der Akteure im Plant³-Verbund zu verbessern.“

Das Bündnis Plant³ – Strategien für die hochwertige Veredlung von pflanzenbasierten Rohstoffen in Nordostdeutschland, wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms WIR! – Wandel durch Innovation in der Region gefördert. Die WIR!-Vorhaben sollen mit innovativen Ansätzen den Strukturwandel in ihren Regionen vorantreiben. Das Programm zielt vor allem auf Regionen, die noch nicht zu den sichtbaren Innovationszentren gehören. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden aus über einhundert Einreichungen 20 Innovationsbündnisse in ganz Ostdeutschland ausgewählt. Jedem WIR!-Bündnis stehen in der gut fünfjährigen Umsetzungsphase bis zu fünfzehn Millionen Euro zur Verfügung.

Außer dem „Plant³“-Bündnis waren gleich zwei weitere WIR!-Vorhaben aus Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich: „CAMPFIRE“ unter der Führung des Greifswalder Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP) sowie „Physics for Food“ der Hochschule Neubrandenburg.

Text: Jan Meßerschmidt

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